Herrenausstatter Pohland meldet Insolvenz an

Kurz nach der Eröffnung einer neuen Filiale ist Poland nun zahlungsunfähig. Der Grund: Ein Investor ist abgesprungen.

Die Pohland Herrenkleidung GmbH & Co KG hat laut dem Wochenblatt Insolvenz in Eigenverwaltung angemeldet. Der Grund: Mit der Clinton-Gruppe aus Hoppegarten hat sich der maßgeblich beteiligte strategische Investor zurückgezogen. Im Zuge des Verfahrens soll das Unternehmen nun restrukturiert und wieder rentabel gemacht werden.

Vor allem für Regensburg ist die Insolvenz eine unangenehme Überraschung: Erst im September hatte der Herrenausstatter am Neupfarrplatz dort seine Filiale eröffnet. Der zunehmende Geschäftsleerstand sei für die Stadt nahezu fatal, schreibt das Wochenblatt.

„Nicht alle der zwölf Filialen arbeiten kostendeckend“, erklärte Insolvenzberaterin Dr. Bettina E. Breitenbücher der Zeitung. „Nun muss für jede einzelne Filiale eine betriebswirtschaftliche Analyse durchgeführt werden. Im Rahmen eines Insolvenzplans soll das Unternehmen dann grundlegend saniert werden, damit es nachhaltig am Markt operieren kann.“ Vor allem die schon lange bestehenden Niederlassungen seien erfolgreich.

Jede neue Filialeröffnung sei verbunden mit ausgesprochen hohen Investitionen für Maklerprovisionen, Mietbürgschaften, den Ausbau der Flächen und die Grundbestückung mit Waren. Gleichzeitig benötige ein neuer Standort bis zu zwei Jahre, ehe er rentabel arbeitet. Die Löhne der etwa 230 Mitarbeiter sind für die nächsten Monate durch Insolvenzgeld gesichert. Zum vorläufigen Sachwalter wurde Dr. Dirk Wegener bestellt.

Bild: Petra Bork  / pixelio.de