„return“-Statements zur Unternehmensführung

Starke Persönlichkeiten der Wirtschaft kommen zu Wort, wenn die „return“-Redaktion über ihre Erfolge und über gelungene Krisenbewältigung berichtet. Aus den Leitsätzen dieser Vorbilder lässt sich lernen, wie Unternehmensführer auch in schwierigen Lagen standhaft bleiben. Deshalb hier eine Auswahl von Zitaten mit „return“-Effekt:


Dr. Hans-Georg Kantner, Leiter Insolvenz im österreichischen Kreditschutzverband (KSV 1870)
Dr. Hans-Georg Kantner, Leiter Insolvenz im österreichischen Kreditschutzverband (KSV 1870)

„Fragt man die Chefs, die gescheitert sind, dann finden die nur ausnahmsweise die Schuld bei sich selbst. Die sagen dann, schuld seien der Wettbewerb oder die schlechten Preise oder die Bank. Unsere objektive Untersuchung zeigt, dass das nur zu einem geringen Prozentsatz stimmt.“

Dr. Hans-Georg Kantner, Leiter Insolvenz im österreichischen Kreditschutzverband (KSV 1870) (return 04/2016, S. 7)


„Wenn wir die großen Unternehmensskandale betrachten, fragen wir uns: Warum haben Juristen und Wirtschaftsprüfer das nicht verhindert?“

Ralf-Dieter Brunowksy, Kolumnist von „return – Magazin für Unternehmensführung und Sanierung“ und ehemaliger „Capital“-Chefredakteur (return 04/2016, S. 10)


„Wir nutzen zahlreiche Zertifizierungen zur Verbesserung der Abläufe. Auditoren der Versicherungsgesellschaften führen Risikoaudits durch, um so die Qualität und Sicherheit für unsere Patienten zu erhöhen.“

PD Dr. Jochen Textor, ärztlicher Direktor des Gemeinschaftskrankenhauses Bonn (return 04/2016, S. 23)


„Solo-Selbstständige sind eine wichtige Quelle für neues Wissen und innovative Ideen. Sie können dazu beitragen, dass Unternehmen technologische Trends erkennen.“

Prof. Stephan Kaiser, Professor für Betriebswirtschaftslehre an der Bundeswehr-Universität München (return 04/2016, S. 38)


„Die technologische Revolution im Umgang mit anwaltlichem Wissen hat das Potenzial, zu einem substanziellen Umbruch im Anwaltsmarkt zu führen. Wer es versäumt, sich einen Platz im neuen Markt zu suchen, wird auf mittlere Sicht keine Chance haben.“

Prof. Leo Staub, Prof. für Wirtschaftsrecht an der Universität St. Gallen (return 04/2016, S. 63)


„Der Mittelstand tut sich ja traditionell schwer mit Veränderungen, darf aber nicht zu lange zögern. Wer anfängt, braucht zwar Mut und läuft Gefahr, zu früh zu sein, hat aber Vorsprung. Wer folgt, muss hinterherhinken und aufholen.“

Lars Thomsen, führender Zukunftsforscher aus Zürich, über den zunehmenden Einsatz von Robotern (return 03/2016, S. 7)


„Tiefen sind immer das, wenn man feststellt, dass man trotz viel Zeit, viel Arbeit und viel Energie die Kundenerwartungen nicht erfüllen kann.“

Martina Koederitz,  CEO von IBM Deutschland (return 03/2016, S. 19)


„Den Kunden haben wir immer sehr ernst genommen, denn der entscheidet. Du kannst in der Theorie noch so oft definieren, was der Kunde will, oft entscheidet er anders als erwartet und darauf musst du reagieren und das Geschäftsmodell anpassen.“

Björn Sykora, Mitgründer des Online-Brillenhändlers Mister Spex (return 03/2016, S. 29)


„Unternehmen müssen die Fähigkeit entwickeln, Innovationen entweder selbst hervorzubringen oder diese frühzeitig zu erkennen und darauf strategisch zu reagieren. Verbesserungspotenzial sehe ich insbesondere in der systematischen Steuerung der Innovationsarbeit.“

Helmut Ahr, Vorstand der Managementberatung Horváth & Partners (return 03/2016, S. 31)


„Eine entscheidende Rolle im mittelständischen Innovationsmanagement nimmt die Unternehmerpersönlichkeit ein. Der Unternehmer hat im Mittelstand einen weitaus größeren Einfluss auf das tatsächliche Unternehmensgeschehen als Manager in Großunternehmen. “

Prof. Nikoloas Franke, Wirtschaftsuniversität Wien (return 03/2016, S. 33)


„Grundbausteine der Veränderung sind Wort und Tat. Die Zukunftsforschung ist per se Wort: Es geht um Gedanken, Visionen, Pläne. Erst wenn ich diese umsetze, materialisieren sie sich, ermöglichen ein Ergebnis.“

Prof. Ulf Pillkahn, vom Lehrstuhl für Innovation- und Technologiemanagement an der FOM Hochschule für Ökonomie & Management in München (return 03/2016, S. 38)


„Freiräume zu geben und Verantwortung zu übertragen, prägt unsere DNA. Dabei Fehler zu akzeptieren, bringt unterm Strich eindeutig Positives.“

Dr. Joerg Dederichs, Geschäftsführer 3M Deutschland (return 03/2016, S. 42)


„Auf der ,Ease of Doing Business’-Rangliste der Weltbank liegen acht Länder aus dem südlichen Afrika vor Brasilien. Das bedeutet gute Geschäftschancen, aber man muss anders vorgehen als in Deutschland.“

Dieter Ammer, ehemaliger Tchibo-Chef und Afrika-Investor (return 03/2016, S. 51)
„Strategische Unternehmensentwicklung darf nicht ein Monopol von Vorständen und Geschäftsführungen sein. Mit Szenarien lässt sich das Wissen weiterer Führungskräfte auf eine inspirierende Weise in den Prozess integrieren.“

Dr. Alexander Fink, Vorstand von Scenario Management International (return 03/2016, S. 61)


„Mit der digitalen Transformation sind für Unternehmen eigene Leistungen besser in die Wertschöpfung des Kunden einzubinden, was diesen einen höheren Nutzen bringt und den Anbietern klare Wettbewerbsvorteile.“

Dr. Ulrich Hermann, ehemaliger CEO von Wolters Kluwer Deutschland  (return 03/2016, S. 67)


„Eine starke Unternehmerpersönlichkeit oder eine starke Geschäftsführung wird sich mit ebenso starken Räten umgeben, denen er oder sie auf Augenhöhe begegnen können.“

Peter Ruhwedel, Hochschulprofessor und Gründer des Deutschen Instituts für Effizienzprüfung (return 02/2016, S. 71)


„Unsere Gäste, Partner und Mitarbeiter und deren Ansprüche verändern sich schnell. Deshalb müssen wir uns auch verändern.“

Laurent Picheral, CEO HotelServices Central & Eastern Europe der Accor-Gruppe (return 02/2016, S. 6)


 

„Führung von oben ist Nonsens.“

Dr. Manfred Wittenstein, Aufsichtsratschef des gleichnamigen Antriebstechnik-Herstellers  (return 02/2016, S. 7)


 

„Jeder Träumer meint mittlerweile, sich mit einer Küche selbstständig machen zu können. Dabei gelten im Prinzip dieselben Parameter wie für die Unternehmensführung eines großen IT-Konzerns.“

Holger Stromberg, Sternekoch und Küchenchef der deutschen Fußball-Nationalmannschaften sowie Unternehmer für Gastronomie, Event, Catering und Consulting  (return 02/2016, S. 16)


 

„Wir haben unsere Nische gesucht und gefunden. Denn nur die Nische eröffnet heute noch den kleineren Hotels eine reelle Chance, weil sich die großen Ketten damit erfahrungsgemäß schwertun.“

Susanne Weiss, Geschäftsführender Vorstand der Ringhotels e.V.  (return 02/2016, S. 47)


 

„Führungspositionen passend zu besetzen ist wichtig für den Erfolg eines Unternehmens. Denn Führungskräfte haben einen starken Einfluss auf die Zufriedenheit und die Kompetenz der Mitarbeiter.“

Martina Eberl, Leiterin Recruiting und Entwicklung bei Feinkost Käfer (return 02/2016, S. 56)


 

„Ich habe mir selber gesagt, dass ich nur noch gewinnen kann, wenn sich etwas verändert – mehr als mein großelterliches Unternehmen zu verlieren kann mir nicht passieren.“

Karl-Heinrich Thiele, Geschäftsführender Gesellschafter der Eisenhütte Karlshütte GmbH (return 01/2014, S. 20)


 

„Strategiearbeit ist im Vorstand die vornehmste Aufgabe, aber es ist nicht damit getan, hübsche Powerpoint-Folien zu präsentieren, sondern den Menschen ein Verständnis dafür zu geben, welches ihre Rolle bei der Umsetzung ist.“

Per Ledermann, Vorstand der Edding AG (return 04/2015, S. 22)


 

„Auch in der Unternehmensführung geht es zunächst darum, schlechte Einflüsse erst gar nicht zuzulassen – jene, die sowohl hohe Transaktionskosten erzeugen wie moralphilosophisch zweifelhaft sind. Wirkliche Freiheit ist die Freiheit zum Verzicht. Und erst Verzicht gibt Profil – eben nicht das zu machen, was alle machen.“

Dr. Reinhard K. Sprenger, Führungsexperte und Bestsellerautor (return 01/2016, S. 68)


 

„Du darfst nicht versuchen, gleich ein perfektes Ding hinzusetzen, sondern klein und bescheiden anfangen und den Beteiligten Zeit zum Lernen geben. Und wenn Fehler gemacht werden, dürfen sie dich nicht gleich umwerfen.“

Karl Ludwig Schweisfurth, Gründer der Hermannsdorfer Landwerkstätten und Bioläden (return 02/2015, S. 21)


 

„In unserer Branche konnten Sie mit langfristigen Plänen noch nie viel anfangen, dazu ändert sich die Technik zu schnell. Wir fahren daher eigentlich schon immer auf Sicht, planen kann man bestenfalls ein Jahr im Voraus.“

Dr. Winfried Materna, Gründer und heute Beirat der Materna GmbH für Information & Communications (return 01/2016, S. 41)


 

„Nur fünf Prozent aller Daten in Unternehmen sind besonderen Schutz wert. Die meisten Mittelständler wissen nur nicht, welche fünf Prozent das sind. Für diese Kronjuwelen ist Know-how zu entwickeln, um diese Daten besser zu identifizieren. Leider machen sich darüber zu wenige Unternehmensführer nachhaltig Gedanken.“

Prof. Norbert Pohlmann, Informatikprofessor für Informationssicherheit an der Westfälischen Hochschule in Gelsenkirchen (return 01/2016, S. 65)


 

„Wer im harten Wettbewerb des deutschen Marktes besteht, kommt überall klar.“

Prof. Hermann Simon, Gründer und Chairman der Managementberatung Simon-Kucher & Partners (return 03/2015, S. 19)


 

„Wir haben keine 50 Direktoren mit Dienstwagen oder tausend Filialen, sondern eine schlanke Organisation, niedrige Kosten und eine deutlich bessere Technologie als herkömmliche Banken.“

Valentin Stalf. Gründer und CEO von Number26. (return 01/2016, S. 19)


 

„Ich habe mir selber gesagt, dass ich nur noch gewinnen kann, wenn sich etwas verändert – mehr als mein großelterliches Unternehmen zu verlieren kann mir nicht passieren.“

Karl-Heinrich Thiele, Geschäftsführender Gesellschafter der Eisenhütte Karlshütte GmbH (return 01/2014, S. 20)


 

„Aber das ist unsere Stärke und nichts, worüber ich klage: Wenn der Kunde eine Anpassung braucht, sind wir schnell.“

Sabine Herold, Miteigentümerin des Klebstoff-Weltmarktführers Delo  (return 03/2015, S. 42)


 

„Wer nicht die Offenheit besitzt, sich ständig zu hinterfragen und das eigene Verbesserungspotenzial als Selbstverständlichkeit anzuerkennen, wird nicht lange Unternehmener sein.“

Gerd Kerkhoff, Gründer der Kerkhoff Consulting GmbH (return 04/2014, S. 22)


 

„Als der Vater des heutigen Inhabers das Unternehmen neu gründete, hat er sich geschworen, nie zu vergessen, wie wichtig Mitarbeiter sind. Bauen ist und bleibt nunmal Handwerksarbeit.“

Tobias Keck, Geschäftsführer des Bauunternehmens Bendl (return 04/2015, S. 41)


 

„Unternehmertum ist immer mit Risiken verbunden. Diesen Unternehmen ist es aber gelungen, gerade auf diejenigen Risiken einzugehen, denen adäquate Erträge entgegenstehen, was zu einem überdurchschnittlich guten Ertrag-Risiko-Profil geführt hat.“

Prof. Werner Gleißner, Lehrbeauftragter für „Corporate Risk Management“ am Lehrstuhl für Betriebliches Rechnungswesen und Controlling, TU Dresden (return 01/2016, S. 7)


 

„Unsere jüngsten Erfahrungen in Österreich sind, dass man bei Unternehmensproblemen die Schuld beim Eigentümer und beim Management sucht. (…) Es ist aber wichtig herauszustreichen, dass in einer funktionierenden Marktwirtschaft eine Unternehmensführung immer mit Chancen und Risken verbunden ist.“

Dr. Ralf Zeitlberger, Vorstand des ReTurn-Forums Restrukturierung und Turaround in Wien (return 01/2016, S. 12)