Gastgewerbe: Mehr Wandel gestalten

Text: Jean-Georges Ploner

Hoteliers und Gastronomen müssen Erlebnisse von morgen kreieren und auf Techniktrends achten, rät Jean-Georges Ploner.

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Beste Aussichten bestehen für die Branche, wenn „das Bestehende schlüssig fortgeschrieben“ wird, etwa mit hohem Anspruch ans Bodenständige und mit Nähe zum Gast. Foto: Romas Vysniauskas

Der anerkannte Berater und Trendexperte der Branche fordert in seinem „return“-Gastautorenbeitrag: „Der Wandel in der Gesellschaft, die Auflösung von traditionellen Strukturen in Familie, Arbeit und Freizeit, Internet, Mobilität und Digitalisierung führen zu Veränderungen, vor denen der Inhaber die Augen nicht verschließen darf.“ Veränderungen annehmen und nutzen heiße heute die wichtigste Aufgabe für Manager. Das könne „Entwicklung oder Revolution“ bedeuten. Wichtig sei jedoch, diesen Schritt selbst zu tun, bevor es andere für einen tun oder die Rahmenbedingungen sich so verändern, dass man keine Wahlmöglichkeiten mehr hat. Bestes Beispiel ist für ihn hier die global vernetzte Community: „Begeistert greifen Menschen immer neue Apps auf und nutzen smarte Dienste, die vielfach von Start-ups auf den Markt gebracht werden.

Viele Branchen und Unternehmen hinken der Entwicklung hinterher und verhalten sich abwartend. Gastronomie und Hotellerie sind da keine Ausnahme.“ Weiter konstatiert Ploner in seinem Beitrag: Inmitten des tiefgreifenden Wandels, der rundherum weltweit geschieht, steht die Gastronomie und lebt ihre Traditionen. Tradition ist da gut, wo sie ihre Berechtigung hat, wo sie vom Gast erwartet und als Teil des Erlebnisses gesehen wird. Für die Produktivität eines Betriebes sind kluge Investitionen in Technologie unerlässlich. Ein Beispiel ist das Hofbräuhaus in München, wo im Gastraum typisch bayerische Gastlichkeit gepflegt wird. Alles im Hintergrund wird durch modernste Technik und optimierte Prozesse gesteuert.

Nur so kann der Großbetrieb den heutigen Anforderungen und dem hohen Gastaufkommen gerecht werden. Die Herausforderung bestehe darin, das Gleichgewicht zwischen innovativer Technik und individuellem Gästeservice zu erhalten. Denn ein sehr guter Gästeservice sei nach wie vor die Voraussetzung für ein überzeugendes Gasterlebnis. Nur mit dem Unterschied, dass dieses von innovativer Technik unterstützt wird, die es in das gastronomische Konzept zu integrieren gelte. Smartphone & Co. sind für ihn „Treiber der Entwicklung der mobilen Online-Gesellschaft.

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