Darlehen der Mitglieder soll Handballer retten

Um das Abrutschen in die Insolvenz abzuwenden, werben die Handballer des TSV Rödelsee nun für ein Mitgliederdarlehen.  

Die Handballmannschaft des TSV Rödelsee, der unter dem Dach von „Mainkraft“ ausgegliedert wurde, steckt in finanziellen Schwierigkeiten. Die Unternehmergesellschaft steht laut infranken.de tief in den roten Zahlen. So tief, dass sie seit Monaten ihre Rechnungen nicht oder nur verspätet bezahlen kann. „Wir haben die Schwierigkeiten früh bemerkt und versucht gegenzusteuern. Allein, das hat nicht gereicht“, sagte Holger Kelle, der bei „Mainkraft“ für die Finanzen zuständig ist.

Gründe für das Defizit gibt es viele: Sponsoren sind abgesprungen, die kalkulierten Besucherzahlen bei den Heimspielen konnten nur etwa zur Hälfte erreicht werden. Dazu kommen Kosten für Spieler, Fanbus und Anderes. Um die Insolvenz zu verhindern, wurde ein kurzfristiges Bankdarlehen erwirkt. „Wir sind nicht pleite, aber in großen wirtschaftlichen Schwierigkeiten“, erklärte Kelle. Und er appellierte an die Mitglieder, dem Verein eine selbst gewählte Summe zu leihen. Als Gegenleistung gebe es eine Urkunde, die berechtigt, das Geld nach fünf Jahren zurückzufordern.

Holger Keller bezifferte den Darlehensstand auf 87.000 Euro. Der TSV ist jedoch alleiniger Gesellschafter und Bürge der UG und steht selber mit über 290.000 Euro in den roten Zahlen. Der Vorsitzende Dietmar Chrischilles glaubt dennoch, dass der Verein eine Insolvenz der UG auffangen könnte. Schließlich seien die Kassen des TSV von Insolvenz und Zahlungsunfähigkeit weit entfernt.

Bild: Rainer Sturm  / pixelio.de