Thüringen ist bei Digitalisierung fast Schlusslicht

Im Freistaat nutzen laut einer Studie nur neun Prozent der Unternehmen die Chancen der moderner Informationstechnik.

Thüringens Wirtschaft hat bei der Digitalisierung großen Nachholbedarf. Das geht aus einer aktuellen Studie hervor, die die Commerzbank in Auftrag gegeben hat. Demnach nutzen im Freistaat nur neun Prozent der Unternehmen ab 2,5 Millionen Euro Jahresumsatz konsequent die Chancen der modernen Informationstechnik. Im Vergleich der Bundesländer landet Thüringen vor Mecklenburg-Vorpommern auf dem vorletzten Platz, berichtet der MDR. Nach Einschätzung der Studien-Autoren sind viele Unternehmen in Thüringen zu klein, um auf Digitalisierung zu setzen.

Bundesweit liegt der Anteil der Unternehmen, die beim Einsatz moderner Informationstechnologien vorangingen, bei 18 Prozent. Führend bei der Digitalisierung sind Unternehmen in Baden-Württemberg, Bayern und Berlin. Für die Studie wurden insgesamt 4000 Firmen befragt.

Um die Digitalisierung in Unternehmen voranzutreiben, hat das Wirtschaftsministerium zuletzt einen Zehn-Punkte-Plan für Wirtschaft 4.0 in Thüringen vorgestellt. Es enthält Vorhaben und Absichtsbekundungen, was sich die Landesregierung zukünftig in dem Bereich vornehmen will. So soll unter anderem der Breitbandausbau weiter gefördert werden, weiß der MDR. Zudem sollen sich Unternehmen untereinander, aber auch mit Hochschulen und Forschungseinrichtungen besser vernetzen.

Bild: Karl-Heinz Laube  / pixelio.de