Stadtwerkekooperation Trianel plant Umstrukturierung

Das Trianel-Gebäude.

Trianel stellt sich neu auf und legt Abteilungen zusammen. Das sorgt im Unternehmen aber nicht für positive Stimmung.

Die Stadtwerkekooperation Trianel stellt sich neu auf: Im Zuge der Umstrukturierung sollen auch Abteilungen zusammengelegt werden. Ziel sei es, neue Synergien zu erreichen. Bei den Mitarbeitern sorgt das laut einem Bericht des Energate Messenger für Verunsicherung. Manch einer glaube, dass Verluste der Trianel-Kraftwerke vor allem durch Personalkostenreduzierung kompensiert werden sollen, heißt es. Marktbeobachter hingegen sehen die Pläne von Geschäftsführer Oliver Runte, der im Januar von der Managementberatung Accenture zu Trianel kam und ausdrücklich auch für die Restrukturierung zuständig ist, positiver: „Der neue Geschäftsführer macht das, was sein Auftrag ist“, sagte ein externer Marktbeobachter gegenüber Energate. Ein weiterer bekräftigte, dass durchaus Handlungsbedarf bei Trianel bestehe. Auch das Unternehmen weist den Vorwurf einer Sanierung auf Mitarbeiterkosten zurück: „Im Rahmen der neuen Bereichszuschnitte werden wir schlanker, aber die Umstrukturierung kann – zum jetzigen Zeitpunkt – über die natürliche Fluktuation erfolgen, das heißt ohne Kündigungen“, sagte ein Trianel-Sprecher.

Auch in der IT-Abteilung werden Aufgaben neu verteilt, um möglichst viel zu automatisieren und zu digitalisieren. „Wir sehen hier mehr Chancen als Risiken „, betonte der Trianel-Sprecher. Dies werde nicht automatisch einen Stellenabbau mit sich bringen – eher eine Profiländerung. „Viele Entscheidungen kann inzwischen eine Software übernehmen, aber Detailfragen müssen immer noch persönlich beantwortet werden.“

Dass einige Abteilungsleiter den Wandel nicht mitgehen und das Unternehmen verlassen, zeigt jedoch, dass Unzufriedenheit über den neuen Kurs herrscht. Ob die Pläne dennoch aufgehen, wird sich bei der Bilanzpressekonferenz im Sommer zeigen.

Bild: Trianel