Software-Start-up kann Erwartungen nicht erfüllen

Obwohl Bonagora etwa 3,5 Millionen Euro von namhaften Investoren bekam, muss das Start-up nun Insolvenz anmelden.

Mit seiner Plattform für Einrichtungshändler wollte das Berliner Start-up Bonagora die Verkaufswege zwischen Groß- und Einzelhandel der Einrichtungsbranche optimieren. Nun muss das junge Unternehmen aber erst einmal sich selbst auf die Beine helfen – denn Bonagora ist insolvent, wie Gründerszene berichtet.

„Um weiter wachsen zu können, hätten wir noch mal eine Brückenfinanzierung benötigt, die wir leider innerhalb der erforderlichen Zeit nicht erhalten haben. Vor dem Hintergrund einer drohenden Zahlungsunfähigkeit mussten wir nun leider Insolvenz anmelde“, erklärte einer der Gründer, Goran Buvac. Potentiellen Investoren habe das Start-up zu wenig Wachstum vorzeigen können.

Unternehmen soll fortgeführt werden

Am Betrieb mit den 29 Mitarbeitern soll sich vorerst nichts ändern – deren Gehälter würden voraussichtlich durch sogenanntes vorfinanziertes Insolvenzgeld weiter gezahlt. Weitere Kosten für die Weiterführung des Betriebes werden aus den noch vorhandenen Mitteln von Bonagora gestellt.

Das Gründerteam sei nun auf der Suche nach einem Käufer. „Wir sind weiter in Gesprächen mit internationalen Investoren“, sagt Buvac. „Zudem führen wir Gespräche mit strategischen Partnern, die den Mehrwert von Bonagora sehen und Interesse an der entwickelten Lösung, dem Team und an dem internationalen Kundenstamm signalisiert haben.“

In den vergangenen Jahren seit der Gründung 2014 hat das Unternehmen etwa 3,5 Millionen Euro bekommen, teilweise auch als Wandeldarlehen. Gesellschafter wie die Risikokapitalgeber Earlybird, Vogel Ventures und Makers.do sowie der ehemalige Ebay-Geschäftsführer Stephan Zoll sind an Bonagora beteiligt. Ein Großteil der Investition sei in die Produktentwicklung der Software-Plattform gegangen, heißt es vom Startup.