So wappnet sich Porsche gegen den Absatzschwund

Porsche wappnet sich für die Zukunft.

Der Sportwagenbauer will das Angebot digitaler Dienste aufbauen, um einem drohenden Absatzschwund vorzubeugen.

In sieben bis zehn Jahren wird sich durch das automatisierte Fahren der Absatz von Neuwagen der gesamten Autoindustrie und auch von Porsche verringern, prognostiziert Porsche-Finanzchef Lutz Meschke. „Um diesen Rückgang aufzufangen, sind wir gezwungen, neue Geschäftsmodelle zu entwickeln in der digitalen Welt und dann weiterwachsen zu können.“ Ein deutlich zweistelliger Anteil des Umsatzes müsse mit Mobilitätsdiensten außerhalb des Autos erzielt werden.

Durch das selbstfahrende Auto und den Trend zum Car-Sharing werden Autos in Zukunft nach dem Szenario von mehreren Menschen genutzt, so dass die Nutzung steige und der Bedarf an Autos sinke. In den kommenden Jahren will die VW-Tochter deshalb jährlich rund 200 bis 300 Millionen Euro in die Entwicklung des Digitalgeschäfts stecken, das wären rund zehn Prozent der Ausgaben für Forschung und Entwicklung, berichtet Reuters. Damit sollen die eigenen schon gestarteten Forschungslabore ausgebaut werden, aber auch neue innovative Unternehmen gekauft oder über Anteile finanziert werden. „Unser Ziel ist es, Porsche zu einem führenden Premium-Anbieter für digitale Mobilitätslösungen zu entwickeln“, sagte Porsche-Chef Oliver Blume.

Im vergangenen Jahr ging die Porsche Digital GmbH in Ludwigsburg an den Start, um neue Produkte zu entwickeln. Die Zahl der Mitarbeiter in diesem Bereich soll von derzeit einigen Dutzend auf rund 500 weltweit steigen. „Wir müssen mit den neuen Diensten und Services nicht nur Wachstum generieren, sondern auch Geld verdienen“, sagte Meschke.