Schwere finanzielle Probleme belasten den FSV

Der FSV Frankfurt soll mit mehr als drei Millionen Euro in der Kreide stehen. Droht dem Klub nun die Insolvenz?

Nachdem in der vergangenen Woche das komplette Präsidium des FSV Frankfurt zurückgetreten ist, ist bei dem Drittligisten nichts mehr wie es war. Die finanzielle Lage ist prekär. Laut der Bild beläuft sich der angehäufte Schuldenberg auf rund drei Millionen Euro, sodass möglicherweise die Insolvenz drohe. Allein um vom Deutschen Fußball-Bund (DFB) die Zulassung für die kommende Drittliga-Saison zu bekommen, fehlen dem Verein offenbar rund 1,6 Millionen Euro. Der Knackpunkt: Einmalige Sonderzahlungen wie aus dem DFL-Rettungsschirm für Zweitliga-Absteiger (500.000 Euro) sowie die DFB-Pokal-Prämien (140.000 Euro) fallen weg.

Auch auf das Geld von privaten Gönnern, die im vergangenen Sommer noch 960.000 Euro zur Verfügung gestellt hatten, kann der FSV nun wohl nicht mehr setzen. Dies hat zur Folge, dass die Bornheimer bereits in der laufenden Saison die Miete für das Stadion nicht mehr zahlen können. Wie die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ berichtete, soll die Stadt Frankfurt dem Klub deshalb einen Großteil der Stadionmiete in Höhe eines sechsstelligen Betrags gestundet haben. Darüber hinaus läuft am Saisonende der Vertrag mit Namensgeber „Volksbank“ aus, auch due Zuschauerzahlen haben sich fast halbiert.

Laut Bild ist es nicht ausgeschlossen, dass gegen das alte Präsidium ein Verfahren wegen Insolvenzverschleppung eingeleitet wird.