Mehrheit der Mittelständler setzt auf Digitalisierung

Die Digitalisierung kommt voran.

Die Digitalisierung des deutschen Mittelstandes kommt laut einer neuen Studie voran. Doch es gibt Unterschiede.

Die Digitalisierung der mittelständischen Industrie kommt voran: Bei 57 Prozent der Unternehmen spielen digitale Technologien eine mittlere bis große Rolle für das eigene Geschäftsmodell, wie die Beratungsgesellschaft EY zu ihrer Umfrage unter 3000 Firmen mitteilte. Vor einem Jahr habe der Anteil noch 54 Prozent betragen. Dagegen drohen kleinere und weniger erfolgreiche Unternehmen den Anschluss zu verlieren: Von ihnen sagen nur 30 Prozent, dass digitale Technologien für ihr Geschäftsmodell von Bedeutung seien.

„Der deutsche Mittelstand steht am Scheideweg“, sagte EY-Experte Hubert Barth. Viele Mittelständler würden sich zwar flexibel an neue Entwicklungen anpassen und ihre Geschäftsmodelle durch innovative Produkte weiterentwickeln. „Einige könnten jedoch den Anschluss verlieren“, sagte Barth. „Sie investieren nicht genug in die Umstellung auf digitale Technologien oder finden nicht das geeignete Personal.“ Dadurch drohe eine digitale Zweiklassengesellschaft. „Denn fähiges Personal und technologische Weichenstellungen für die Zukunft sind die Voraussetzung für künftigen Erfolg“, sagte Barth. Tatsächlich wurden fehlendes Geld und fehlendes Personal als Hauptgründe für ausbleibende Investitionen in die Digitalisierung genannt.

Die Größe des Unternehmens spiele zudem eine Rolle, wenn es darum geht, neue Technologien für das eigene Geschäft zu nutzen. 68 Prozent der Betriebe mit einem Umsatz von mehr als 100 Millionen Euro setzen digitale Technologien für ihr Geschäftsmodell ein. Bei kleineren Firmen mit weniger als 30 Millionen Euro Umsatz sagen das dagegen nur 17 Prozent.