Flüchtlingsheimbetreiber Pewobe ist pleite

Vorläufiges Ende für den wohl umstrittensten Flüchtlingsheimbetreiber Berlins: Pewobe musste Insolvenz anmelden.

Für negative Schlagzeilen hatte Pewobe schon eine ganze Weile gesorgt: Erst Unregelmäßigkeiten bei Bauabrechnungen mit dem Landesamt für Gesundheit und Soziales, dann Personal-Schummelei in den Heimen, zuletzt interne Mails über Kinderguillotinen und „maximal Pigmentierte“ sowie Durchsuchungen der Staatsanwaltschaft wegen Betrugsverdacht, fasst die Berliner Zeitung zusammen. Nun waren die Heimbetreiber um den umstrittenen Geschäftsmann Helmuth Penz offenbar gezwungen, Insolvenz anzumelden.

Nach dem Bekanntwerden der internen Mails hatte das Land sämtliche Verträge mit dem Flüchtlingsheimbetreiber gekündigt. Die Suche nach einem Investor scheiterte. Zwischenzeitlich wurde die Pewobe sogar umbenannt, Penz verließ die Geschäftsführung, blieb aber Gesellschafter. Andere leitende Angestellte wurden als Prokuristen abberufen. Gebracht hat all das aber nichts.