Fertigungsindustrie als Vorreiter der Digitalisierung

Die Branche ist bereit, den nächsten Schritt in Richtung digitaler Transformation zu tun.

Die Führungskräfte der Branche sind überzeugt: Die digitale Transformation ist in der Fertingsindustrie angekommen.

Die Fertigungsindustrie ist im Digitalisierungsmodus: Fast zwei Drittel (62 Prozent) der Führungskräfte aus dem Produktionszweig glauben, dass der digitale Wandel die bisher größte Herausforderung für die Industrie ist. Das ist das Ergebnis einer unabhängigen Studie des Marktforschungsinstituts Censuswide unter 1.180 Führungskräften im Auftrag von Fujitsu. Dennoch sehen mehr als drei Viertel der Befragten, den Schlüssel zu ihrem zukünftigen Erfolg in der neuen Technologien. Darüber hinaus erkennen ebenso viele Führungskräfte, dass ihr Unternehmen agil handeln muss, um in der digitalisierten Welt relevant zu bleiben.

Die Studie von Fujitsu zeigt, dass Unternehmen in unterschiedlichen Branchen die Auswirkungen des fortschreitenden digitalen Wandels deutlich spüren. Entscheidungsträger in mittelständischen und großen Unternehmen stimmen der Aussage zu, dass die Digitalisierung die Arbeitsweise in ihrem Unternehmen grundlegend verändern wird. Dabei ist die Fertigungsindustrie im Hinblick auf den digitalen Wandel besonders optimistisch: Mehr als zwei Drittel der Befragten stehen der Digitalisierung „enthusiastisch oder begeistert“ gegenüber, und 80 Prozent stimmen zu, dass sie einen positiven Einfluss auf ihr Unternehmen und die Branche hat. Fast alle – also 98 Prozent – Unternehmen sind von der digitalen Transformation direkt betroffen. Neun von zehn Unternehmen haben bereits Maßnahmen ergriffen, um alle Vorteile dieser Entwicklung zu nutzen.

Transformation als Chance

Die größten Chancen, so glauben die Befragten, werden sich in der Veränderung der Geschäftsabläufe und -prozesse ergeben. Mehr als die Hälfte haben „Investitionen in Innovation“ als wichtigsten Faktor für ihren zukünftigen Erfolg identifiziert. Mehr als drei Viertel glauben, dass diese Technologien von zentraler Bedeutung für die Wachstumsfähigkeit ihres Unternehmens sind.

Wenn es um die Umsetzung geht, handeln Unternehmen pragmatisch: 71 Prozent sehen die Zusammenarbeit mit IT-Experten als essentiell für ihren zukünftigen Erfolg an. Die Zusammenarbeit mit anderen Unternehmen wird ebenfalls als zentral erachtet, um die digitale Transformation zu meistern. 36 Prozent der Befragten konzentrieren sich auf diese Entwicklung wichtiger Partnerschaften mit „Early Adoptern“, die bereits entsprechende Schritte umsetzen.

Langfristiges Handeln und Denken wird erschwert

Während sie sich mit den Möglichkeiten und Herausforderungen der Digitalisierung auseinandersetzen, wächst die Zuversicht der Unternehmen. Mehr als die Hälfte der Befragten haben heute mehr Vertrauen in ihre Entscheidungen zur Digitalisierung als noch vor zwei Jahren. Allerdings, so geben ebenso viele der Befragten zu, hat es die digitale Transformation schwieriger gemacht, langfristige Entscheidungen zu fällen.

Insgesamt zeigt die Branche großes Selbstbewusstsein im Hinblick auf ihren digitalen Wandel: 69 Prozent sehen die Industrie als führend bei der digitalen Transformation im Vergleich zu anderen Branchen. Zudem glauben 63 Prozent der Manager, dass ihr eigenes Unternehmen dabei eine maßgebliche Rolle einnimmt. Und mehr als die Hälfte (56 Prozent) glaubt, dass ihr Heimatland eine Vorbildfunktion bei der Digitalisierung hat. Damit ist die Fertigungsindustrie eine Branche, die sich ihrer Führungsrolle besonders sicher ist – übertroffen nur von der Finanzbranche. Mit diesem Optimismus, gepaart mit der Bereitschaft zur Kooperation mit Experten und Partnern, ist der Produktionszweig in der besten Position, zum Vorreiter für die Digitalisierung in Europa zu werden, so das Fazit der Studienautoren.