Einbruch bei Gründungen von Kleinunternehmen

Dieter Sarreither, Präsident des Statistischen Bundesamtes

Obwohl weniger Kleinunternehmen gegründet wurden, ist die Zahl der wirtschaftlich bedeutsameren Gründungen gewachsen.

Das Gründungsgeschehen in Deutschland schwächt sich insgesamt betrachtet weiter ab. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) erfolgten im ersten Halbjahr 2016 in Deutschland insgesamt rund 361.300 Gewerbeanmeldungen. Das waren 2,9 Prozent weniger als in der ersten Jahreshälfte 2015. Im Jahr 2015 war die Zahl der Gewerbeanmeldungen insgesamt um 2,1 Prozent zurückgegangen. Die Zahl der reinen Unternehmensgründungen ging im ersten Halbjahr im Vorjahresvergleich um 2,7 Prozent zurück.

Verantwortlich für den weiteren Rückgang der Gewerbeanmeldungen war eine massive Abnahme der Zahl von Gründungen von Kleinunternehmen. Hier brach die Zahl der Unternehmensgründungen im Vergleich zu ersten Jahreshälfte 2015 um 10,4 Prozent auf 95.200 ein. Die Zahl der Gründungen von Nebenerwerbsbetrieben lag im ersten Halbjahr mit 131.800 Gewerbeanmeldungen dagegen 1,8 Prozent über dem Niveau des Vorjahreszeitraums. Auch Unternehmen, deren Rechtsform und Beschäftigtenzahl auf eine wirtschaftlich bedeutsamere Unternehmensgründung schließen lassen, wurden etwas mehr gegründet. Ihre Zahl erhöhte sich mit 66.000 Gründungen um 0,7 Prozent.

Bild: Destatis