Digitalisierung: Personaler haben Nachholbedarf

Der Bereich Human Resources ist für Firmen, die den digitalen Wandel meistern wollen, laut einer Studie entscheidend.

Die Personalabteilungen in Deutschland sind nur unzureichend für die Herausforderungen der Digitalisierung gerüstet. Das ist das Ergebnis einer Studie der Unternehmensberatung Promerit. Demnach hat sich zwar schon mehr als die Hälfte der befragten HR-Abteilungen auf den Weg gemacht, dennoch seien Defizite vorhanden – vor allem in der Digitalisierung der eigenen Prozesse.

Dabei sei eine gute Vorbereitung wichtig: Ob Unternehmen den digitalen Wandel bewältigen, werde nicht auf der technischen, sondern auf der menschlichen Ebene entschieden, schreiben die Studien-Autoren. Darum komme dem HR-Management eine entscheidende Rolle als Treiber der mit der Digitalisierung verbundenen Transformation zu. Erkannt haben Personaler diese wichtige Rolle oftmals aber schon: Immerhin 52 Prozent gaben ihre Abteilung als wichtigsten Digitalisierungstreiber im Unternehmen an.

Das Digitalisierungspotenzial von HR-Prozessen schätzen die befragten Manager insgesamt sehr hoch ein. Gleichzeitig sehen sie in sämtlichen Bereichen Nachholbedarf. Von den HR-Prozessen bewerten die HR-Verantwortlichen das Recruiting als das Thema mit dem größten unausgeschöpften Digitalisierungspotenzial.

„Die Human Digitalisation wird das wichtigste Handlungsfeld für HR in den kommenden Jahren sein. HR sollte aber zugleich an der Digitalisierung des eigenen Bereichs arbeiten, um als Treiber der Digitalisierung ernst genommen zu werden“, empfiehlt Promerit-Gründer Kai Anderson. „Die Studie zeigt, dass HR-Abteilungen, die fit für die Digitalisierung sind, einen größeren Wertbeitrag zum Unternehmen leisten und den eigenen Anspruch als Strategiepartner besser einlösen“, sagt Anderson.

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