Bremer Lloyd Dynamowerke melden Insolvenz an

Nach dem Insolvenzantrag der in Schieflage geratenen Bremer Lloyd Dynamowerke werden nun Sanierungswege geprüft.

Die in Schieflage geratenen Bremer Lloyd Dynamowerke haben beim Amtsgericht Insolvenz angemeldet. Zum vorläufigen Insolvenzverwalter wurde Rechtsanwalt Ralph Bünning bestellt, berichtet Finanzen.net. Von der Insolvenz betroffen sind nach Angaben der Bremer IG Metall rund 220 Mitarbeiter.

„Die Stimmung ist gedrückt“, sagte der Geschäftsführer der Gewerkschaft, Volker Stahmann. Hintergrund der Insolvenz sei der Rückzug des Investors, der südkoreanischen Hyosung-Gruppe. „Das ist keine Insolvenz wegen Zahlungsunfähigkeit, sondern wegen Überschuldung.“ Der Geschäftsbetrieb läuft laut Bünning unverändert weiter. Die Beschäftigten sollten für die Zeit des vorläufigen Insolvenzverfahrens über das Insolvenzgeld abgesichert werden. Ziel müsse es nun sein, das Unternehmen zu erhalten und möglichst viele Arbeitsplätze zu sichern, sagte Bünning laut der NOZ. „Dafür müssen alle Beteiligten an einem Strang ziehen.“

Einstieg eines Investors nach Insolvenz 2014

Zuletzt schlitterte das Unternehmen 2014 in eine Insolvenz, die Hyosung-Gruppe stieg als Investor ein. Allerdings habe sich der Investor kaum um die Belange des Unternehmens gekümmert, sagte Stahmann. Er hoffe nun auf einen neuen Investor. Das Unternehmen fertige ein hervorragendes Produkt. „Dafür gibt es einen Markt.“

Die Lloyd Dynamowerke wurden 1915 gegründet und zählen zu den traditionsreichsten Unternehmen der Hansestadt Bremen. Die LDW forscht, entwickelt und produziert elektrische Großmaschinen nach individuellen Anforderungen ihrer Kunden. Dazu gehören Drehstrommotoren, Synchrongeneratoren, Kompakt-Asynchronmotoren und Gleichstrommaschinen, die in komplexer Handarbeit hergestellt werden. Zu den Kunden zählen Unternehmen aus verschiedenen Industriebranchen wie dem Schiffbau, dem Anlagenbau für Stahlwerktechnik, der Zementindustrie oder Wasserkraftwerke.