Betreiber von Dunkin Donuts melden Insolvenz an

Zwei Dunkin-Donuts-Franchisenehmer haben Insolvenz angemeldet. Nun sollen die beiden Unternehmen saniert werden.

Die S&C International Deutschland GmbH und die Will Coffee GmbH, zwei deutsche Betreiber des Franchise-Unternehmens Dunkin Donuts, haben Insolvenz angemeldet. Betroffen sind 260 Mitarbeiter in 32 Filialen in Nordrhein-Westfalen, Berlin und Leipzig, teilte die Kanzlei White & Case mit. Beide Franchisenehmer wollen sich nun sanieren. Die Löhne und Gehälter der insgesamt rund 260 Mitarbeiter sind über das Insolvenzgeld gesichert. Der Geschäftsbetrieb gehe in vollem Umfang weiter. „Für die Kunden der betroffenen Dunkin Donuts-Fililalen hat die Insolvenzanmeldung keinerlei
Auswirkungen“, betonte Dr. Christoph Schulte-Kaubrügger von der Kanzlei White & Case, der in beiden Verfahren zum vorläufigen Insolvenzverwalter eingesetzt wurde.

Grund für die finanzielle Schieflage sei in in beiden Fällen vor allem die Einführung des Mindestlohns sowie rückläufige Umsätze in den Bahnhöfen. Infolge des zunehmenden Fernbusverkehrs habe sich dort die Laufkundschaft spürbar verringert. „Darüber hinaus hatten sich einige zuletzt eröffnete Standorte nach kurzer Zeit als unrentabel erwiesen. Diese Filialen wurden bereits wieder geschlossen“, hieß es seitens der Kanzlei weiter.

Möglicher Verkauf an Investor

Die Zukunftsperspektiven der beiden Firmen bewertet Schulte-Kaubrügger dennoch positiv: „Beide Unternehmen verfügen über gute Standorte, der größte Teil der Filialen ist profitabel. Hinzu kommt, dass das Insolvenzverfahren geeignete Instrumente bietet, um die Geschäftsbetriebe nachhaltig zu sanieren.“ Der vorläufige Insolvenzverwalter will in den kommenden Wochen gemeinsam mit der Geschäftsführung die Sanierungsoptionen prüfen und dabei eng mit der US-amerikanischen Franchisegeberin zusammenarbeiten.

In Betracht kommen dabei ein Verkauf an einen Investor oder auch ein Insolvenzplan – also eine Art Vergleich mit den Gläubigern. Welcher Weg erfolgversprechend ist, werde sich im Rahmen einer genaueren Prüfung in den nächsten Wochen zeigen. „In den Sommermonaten beginnen für die Unternehmen die umsatzstärksten Monate“, so Schulte-Kaubrügger. „Das sind grundsätzlich gute Aussichten für eine erfolgreiche Fortführung und Sanierung.“