Asbeck kauft seine SolarWorld-Werke zurück

Die Solarworld AG hatte am 11. Mai Insolvenz angemeldet. Bild: © Smileus / Fotolia

Mit Hilfe aus Katar will der SolarWorld-Gründer die beiden Werke in Freiberg und Arnstadt aus der Insolvenz kaufen.

Frank Asbeck startet einen letzten Versuch, sein Lebenswerk zu retten: Offenbar mit der Hilfe eines Investors aus Katar will der Bonner Solar-Pionier die beiden SolarWorld-Werke in Sachsen und Thüringen aus der Insolvenz kaufen. Die von ihm gegründete „Solarworld Industries GmbH“ zahlt hauptsächlich die Schulden der insolventen Firmen, bekommt dafür aber auch für alle Anlagen, Vorräte und Anteile an ausländischen Solarworld-Gesellschaften. Die Aktionäre gehen leer aus. Auch wenn der Kaufpreis unbekannt ist, so soll Asbeck die Teile seines eigenen Konzerns für einen vergleichsweise moderaten Betrag übernommen haben.

Ziel sei nun „die Weiterführung wesentlicher Teile der Solarzellen- und Modulproduktion und der Vertrieb dieser Hocheffizienzprodukte“, heißt es in einer Mitteilung. Die Arbeit wird mit den verbleibenden 475 Arbeitsplätzen fortgesetzt. Die rund 1200 Beschäftigten in Thüringen und Sachsen, die nicht übernommen werden, werden in einer Transfergesellschaft aufgefangen, die ebenfalls von Katar und Asbeck finanziert wird.

Dass Asbeck und Katar so schnell einen Zuschlag erhalten haben, hängt Medienberichten zufolge mit der dringlichen Lage und der defizitären Produktion des Konzerns zusammen. Zwar habe es diverse weitere Interessenten aus aller Welt gegeben – allerdings hätte ein Verkauf in diesem Fall noch mehrere Monate geprüft werden müssen. Zeit, die das Unternehmen nicht hat. Die Gläubiger müssen die Einigung am morgigen Freitag bei einer außerordentlichen Gläubigerversammlung in Bonn noch zustimmen.