Schuhhaus Schlatholt unter Schutzschirm

© Schlatholt

Die Schlatholt GmbH & Co. KG, Gelsenkirchen, hat beim Amtsgericht Essen erfolgreich ein Schutzschirmverfahren beantragt. Schlatholt wird bei der Sanierung von der Kanzlei Leonhardt Rattunde unterstützt.

Als vorläufigen Sachverwalter hat das Amtsgericht den Essener Rechtsanwalt Dr. Christoph Niering bestellt. Mit dem Schutzschirmverfahren kann der Schuhhändler die bereits begonnene Sanierung fortsetzen und will laut Geschäftsführer Thomas Schmelzer kurzfristig einen Sanierungsplan vorlegen.

Der verantwortliche Partner Martin Lambrecht von Leonhardt Ratunde sieht das Unternehmen auf einem guten Weg: „Schlatholt hat viel Potenzial, es gibt auch im Internetzeitalter einen Markt für persönliche Beratung und den direkten Kontakt zum Kunden beim Schuhkauf.“

Das Schuhhaus Schlatholt gibt es schon 127 Jahre. 1889 gründete Hermann Schlatholt sein erstes Schuhgeschäft im damaligen Gelsenkirchen-Buer. 1922 wurde die erste Filiale in Gladbeck eröffnet und in den folgenden 30 Jahren eröffneten die Geschäfte unter anderem in Hagen, Castrop-Rauxel, Wattenscheid, Herne, Lünen, Haltern und Lüdenscheid. 1970 wurden die einzelnen Filialen in der Schlatholt GmbH & Co. KG zusammengeführt. Heutiger Geschäftsführer und Gesellschafter von Schlatholt ist Thomas Schmelzer, der das Unternnehmen 1999 übernahm, und ebenfalls aus einer alten Schuhhändlerfamilie stammt. Mit der Entwicklung eines weiteren Konzepts, den Phil´s Curve & Company Geschäften, in denen es neben schicken trendigen Schuhen auch Jeans, Taschen, Gürtel und Oberteile gibt, setzt Thomas Schmelzer neue Akzente. Schlatholt verfügt über 22 Filialen vornehmlich im Ruhrgebiet und beschäftigt 222 Mitarbeiter.

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