Stadt Gera will neuen Verkehrsbetrieb gründen

Die Stadt Gera will ein neues Unternehmen für den städtischen Nahverkehr gründen. Wie die Stadtverwaltung laut MDR Thüringen mitteilte, sollen für knapp 30 Millionen Euro Busse und Straßenbahnen sowie Gleisanlagen und Stromleitungen für deren Betrieb aus der Insolvenzmasse der bestehenden Verkehrsbetriebe gekauft werden.

Die geplante Neugründung eines städtischen Verkehrsbetriebes begründet die Stadtverwaltung damit, dass aktuelle Vereinbarungen zur Weiterführung der Verkehrsbetriebe aus rechtlichen Gründen nur noch bis Ende September 2016 gültig sind. Für den Kauf von Fahrzeugen und Infrastruktur hofft die Stadt auf Unterstützung des Landes.

Die Geraer Verkehrsbetriebe (GVB) hatten im Juni 2014 Insolvenz beantragt, kurz nachdem die Muttergesellschaft Stadtwerke Gera AG ihre Zahlungsunfähigkeit erklärt hatte. Zum Insolvenzverwalter für die Verkehrsbetriebe wurde Michael Jaffé bestimt. Wie MDR Thüringen weiter berichtet, gelang es ihm die Kosten massiv zu senken und damit auch das jährliche Defizit von rund fünf Millionen auf etwa 2,5 Millionen zu reduzieren. Unter anderem wurden verlustbringende Geschäftsbereiche wie etwa die Restaurierung historischer Straßenbahnen aufgegeben sowie Taktzeiten im Nahverkehr ausgedehnt.

Allerdings blieb bisher die Suche nach einem Käufer für das Unternehmen oder Teile davon nicht vom Erfolg gekrönt.