Automobilzulieferers Whitesell auf Sanierungskurs

Knapp sieben Monate nach Stellung des Insolvenzantrags der Whitesell Germany GmbH & Co. KG („Whitesell Germany“) ist dem White & Case-Partner Dr. Biner Bähr ein wichtiger Schritt zur Sanierung des Automobilzulieferers gelungen. In seiner Eigenschaft als Insolvenzverwalter hat Dr. Bähr die Werke in Beckingen und Schrozberg an Tochtergesellschaften der Koninklijke Nedschroef Holding B.V. („Nedschroef“) im Wege eines Asset Deals verkauft.

Der Verkauf steht insbesondere noch unter dem Vorbehalt der kartellrechtlichen Genehmigung.

Whitesell Germany produziert an den vier Standorten Neuss (Nordrhein-Westfalen), Neuwied (Rheinland-Pfalz), Beckingen (Saarland) und Schrozberg (Baden-Württemberg) hochwertige Kaltformteile und CNC-Präzisionskomponenten für Automobilhersteller und -zulieferer. Insgesamt beschäftigte das Unternehmen bei Stellung des Insolvenzantrags bundesweit etwa rund 1.300 Mitarbeiter. Teilweise blicken die Standorte auf eine 140 Jahre alte Tradition zurück. Unter anderem wurde dort der weltweit bekannte Inbus-Schlüssel entwickelt.

Nedschroef mit Sitz in Helmond/Niederlande zählt zu den weltweit größten Anbietern komplexer Verbindungselemente für die Automobilindustrie. Der Kauf der Whitesell-Werke in Beckingen und Schrozberg ist für Nedschroef die erste Akquisition nach Übernahme des Unternehmens durch die chinesische Shanghai Prime Machinery Company Limited im Sommer 2014.

Den Verkauf der Werke durch Insolvenzverwalter Dr. Biner Bähr begleitete ein White & Case-Team unter Federführung der Partner Patrick Narr und Dr. Hermann Schmitt (beide M&A). Unterstützt wurde Dr. Bähr zudem von Teams der Unternehmensberatungsgesellschaft hww sowie der auf Sondersituationen spezialisierten M&A-Beratung Saxenhammer & Co. Corporate Finance GmbH.