Bei Grossmann glühen die Öfen weiter

Die angestrebte Sanierung der insolventen C. Grossmann Stahlguss GmbH erscheint inzwischen greifbar nah, berichtet der Insolvenzverwalter Schultze & Braun. IG Metall, Belegschaft und Unternehmen unterzeichneten einen Sanierungstarifvertrag, einen Interessenausgleich sowie Betriebsvereinbarungen, die helfen sollen, das Unternehmen in einem schwierigen Markt zu stützen.

Die Mitarbeiter verzichten unter anderem auf Weihnachts- und Urlaubsgeld und setzen Lohnrunden aus. Auch stehen neue Gesellschafter zu einem Eintritt in das Unternehmen bereit; sie werden erhebliches Eigenkapital mitbringen. Auf dieser Basis wird die Volksbank Remscheid-Solingen den laufenden Sanierungsprozess wohlwollend weiter begleiten. Sie hat die zunächst ausgesprochene Kündigung des Massekredites im allseitigen Einvernehmen wieder zurückgezogen.

Bereits vor einigen Tagen hatten die Geschäftsführer Johannes G. Berger und Ralf Gorski, anwaltlich vertreten durch Herrn Rechtsanwalt Dr. Rainer Maus von der Kanzlei FRP Fischer, Roloff & Partner, in Abstimmung mit Sachwalter Stephan Ries von Schultze & Braun dem Amtsgericht Wuppertal einen Insolvenzplan vorgelegt. Ziel ist es, das Eigenverwaltungsverfahren schnellstmöglich zum Monatswechsel Juni/Juli zu beenden und C. Grossmann nachhaltig im Markt zu positionieren.

Die C. Grossmann Stahlguss GmbH beliefert als einer der Weltmarktführer die Hersteller von Groß-Hydraulikbaggern des Tagebaus mit hoch verschleißfesten Kettengliedern, Antriebs- und Leiträdern für das Fahrwerk sowie mit unterschiedlichen Lagern für Ausleger, Stiel und Schaufel der Großbagger. Zwar ist die Lage im Mining-Bereich weiterhin angespannt, jedoch soll C. Grossmann Stahlguss mit einer breiteren Kundenbasis und Branchenstruktur mit den verbliebenen 105 Mitarbeitern sehr flexibel auf künftige Nachfrageschwankungen reagieren können.